Hochwassereinsatz nach heftigen Regenfällen

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Am späten Nachmittag brachen heftige Regenschauer über Dorfgastein herein. Die Kanäle liefen in kürzester Zeit voll. Die Regenfälle hielten aber zum Glück nicht sonderlich lange an. Es reichte jedoch, dass zwei Bäche über die Ufer traten und Verkehrswege vermurten.

Um 18:12 Uhr wurde die FF Dorfgastein örtlich mit stiller Alarmierung zum Hochwassereinsatz alarmiert. Der „Zechergraben“ zwischen Dorfgastein und Unterberg trat über die Ufer. Somit war der Verkehrsweg zum Ortsteil Unterberg abgeschnitten. Weiters trat der Graben beim „Päaugut“ über die Ufer. Weiters stand beim „Wölfgut“ der Keller unter Wasser.
Kurze Zeit nach der Alarmierung rückte die FF Dorfgastein mit allen drei Fahrzeugen zu den Einsatzstellen aus. Besonders kritisch war die Situation beim „Zechagraben“. Die Straße war in diesem Bereich total vermurt. Der Bach brachte enorme Mengen an Material mit, welches sich vor der Brücke verklauste. Sofort wurde ein Bagger für diesen Einsatzbereich angefordert. In weiterer Folge wurde auch der Radlader vom Steinbruch Klammstein zur Einsatzstelle „Zechergraben“ beordert.
Die Situation beim „Wölflgut“ konnte rasch mittels einer Tauchpumpe unter Kontrolle gebracht werden. Im Bereich „Präaugut“ kam es ebenfalls zu einer Verklausung vor der Straßenunterführung. Auch für diesen Einsatzbereich wurde ein Bagger angefordert.
Der Einsatzbereicht „Zechergraben“ stellte sich als sehr gefährlich dar. Durch die unsichere Situation am Berg (dort ist im Bereich des Graben sehr viel loses Material vorhanden) wurde beim Taleinlauf des Baches ein Sicherungsposten abgestellt, welcher den Bach kontrollierte. Nach einer guten Stunde wurde ein weiterer Bagger für den Einsatzbereich „Zechergraben“ angefordert. Die Arbeiten gestalteten sich trotzdem sehr schwierig. Beim „Präaugut“ konnte der Einsatz nach gut zwei Stunden beendet werden, der dort eingesetzte Bagger wurde in der Folge ebenfalls zum Einsatzbereich „Zechergraben“ abkommandiert.
Nach gut vier Stunden rückte auch in diesem Einsatzbereich das Einsatzende immer näher. Eine Schrecksekunde gab es jedoch gegen 23:30 Uhr, als ein Bagger bei den Arbeiten mit dem Baggerarm eine 30kV Leitung streifte. Ein gewaltiger Lichtbogen war die Folge. Der Baggerfahrer konnte aber noch geistesgegenwärtig den Baggerarm niederfahren. Die Stromleitung wurde aber durch den Bagger so stark beschädigt, dass diese abgeschalten werden musste. Von der Salzburg AG wurde ein Techniker zur Einsatzstelle beordert. Glück im Unglück: Der Baggerfahrer blieb unverletzt, der Bagger konnte seine Arbeiten weiterführen.
Nach gut sieben Stunden war die Straße nach Unterberg wieder frei befahrbar, die Gefahr im Bereich „Zechergraben“ war gebannt.
Der Einsatz stellte sich erst nach und nach als sehr langwierig und schwierig heraus. Besonders in der Anfangsphase war die Situation des „Zechergrabens“ sehr schwer einzuschätzen. So war es unabdingbar, einen Sicherungsposten im Bereich des Taleinlaufs zu errichten, um den Bach ständig zu kontrollieren und die Mannschaft, welche im Bereich der Brücke arbeitete, frühzeitig zu warnen, sollte einer erneuter Erdschwall drohen.

Einsatzdaten:

Beginn: 18:12 Uhr
Ende: 01:15 Uhr
Mannschaftsstärke:
FF Dorfgastein: 27 Mann

Eingesetzte Fahrzeuge:

RLFA 2000; KLFA, KLF

Einsatzleiter:

FF Dorfgastein: OBI Burgschwaiger Georg

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